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Gesine Ponto

Spa Managerin

Esplanade Resort & SPA

 

 

SPA’ss ein Leben lang…

 







SPA Manager ist mein Traumberuf.

Jeden Tag bekommt man Cremes und gut duftende Pflegeprodukte geschenkt und darf bei jedem Vorstellungsgespräch für einen Masseur selbstverständlich die Qualität mit einer einstündigen Massage testen und man hat es bei den SPA Temperaturen den ganzen Tag und das ganze Jahr über tropisch warm.
Tatsächlich stimmt das alles, aber das sind “nur” nette Randerscheinungen die einem das SPA Manager Leben etwas versüßen sollen.

Die Realität sieht dann doch etwas anders aus…
Jeden Tag Meetings und Gespräche über Zukunftsstrategien, Rückblicke auf die Wirtschaftlichkeit, Zahlenfokussierungen auf die Zukunft und die Vergangenheit, Mitarbeitergespräche, die mal positiv aber auch einmal negativ sein können (nebenbei bemerkt: SPA Mitarbeiter sind größtenteils sehr sensibel, da sie diese Eigenschaft für eine perfekte Behandlung brauchen, was aber den Umgang im Tagesgeschäft oft kompliziert macht). Weitere Tagesgeschehnisse sind: Änderungen von Ablaufprozessen und Standards, die bis ins letzte durchdacht und abteilungsübergreifend koordiniert sein müssen, 10 – 12 Stunden Tage sind als Standard zu betrachten, die Wochenenden und Feiertage sind das Haupt- und Kerngeschäft eines jeden SPA’s.

Zählt man aber die guten und die Schattenseiten dieser Berufung zusammen, ist es ein wundervoller Beruf.

 

Wie wurde ich SPA Manager?

Seit über 10 Jahren praktiziere ich nun SPA Management. Ich hatte den großen Vorteil, dass es zur damaligen Zeit kaum SPA Manager gab. Damals waren es Kosmetiker oder Masseure, die den SPA von innen aufrecht erhielten … oft trugen sie Namen wie Wellnessleitung oder Teamleiter Wohlfühloase oder so ähnlich.

Ich hatte das große Glück, dass man frühzeitig Vertrauen in mich setzte und mir direkt eine Day SPA Kette namens “monte mare” als übergeordnete SPA Managerin für alle Standorte anvertraute. Leider aber bin ich mit meinem damaligen Alter und meinen fehlenden Erfahrungen im Umgang mit den Standortleitern vor Ort kläglich gescheitert. Wichtig ist aber zu erwähnen, dass ich es verstand, die reinen Zahlen und die Wirtschaftlichkeit mit Erfolg zu beherrschen.

Also besonn ich mich auf meine Stärke: die Zahlen. Und lernte Stück für Stück die soft skills wie: Teamführung, Diplomatie, Teamwork und den Umgang mit Konflikten dazu. Ich hatte die Chance dazu, in tollen verschiedenen Vorzeigehäusern auf dem SPA Sektor zu arbeiten wie: A-Rosa Travemünde, Steigenberger Grandhotel and SPA auf Usedom und meinem jetzigen SPA im Hotel Esplanade Resort and SPA.

Mir war es bei der Auswahl der Häuser immer wichtig, dass es namenhafte Häuser sind, dafür schlug ich öfter besser bezahlte Angebote aus, um meine Vita sauber aufzubauen. Es sollte mir später gedankt werden!

SPA Management kann heute via Fernstudium studiert werden. Ich habe für mich beschlossen, dass ich mit meiner jahrelangen Erfahrung das Studium nicht brauche, habe mir aber gegönnt, sämtliche Studienunterlagen zu “studieren”. Meine Erfolge haben mir gezeigt dass es für mich der richtig Weg war.

Im März 2016 wurde ich zur zweitbesten SPA Managerin aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet. Diese Verleihung fand das 5. Mal statt und wird jährlich honoriert. Am selben Tag gewannen wir (das Hotel Esplanade) unter meiner Federführung den 1. Platz für das “innovativste SPA Konzept”, verliehen vom deutschen Wellnessverband.
Auf beide Auszeichnungen bin ich und sind wir sehr stolz.

 

Was braucht ein guter SPA Manager?

  • auf jeden Fall ein gutes Verständnis für Zahlen und Wirtschaftlichkeit,
  • sehr viel Geduld und Empathie im Umgang mit den SPA Mitarbeitern,
  • Teamwork und Durchsetzungskraft im Umgang mit den Abteilungsleitern im Haus,
  • die Geduld, Erfahrungen zu sammeln und zu verstehen, warum und wieso SPA’s für Häuser wichtig sind und wie SPA’s im Zusammenhang mit einem Haus funktionieren.

 

Ich wünsche jedem, der sich für diesen Traumjob entscheidet immer ein Lächeln auf den Lippen.