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Eric Wolf

Barista

Baristacoaching

 

“Das Berufsbild des „Barista“ gibt es leider nicht. Das hängt zum einen damit zusammen, dass es in Deutschland kein anerkannter Ausbildungsberuf ist und zum anderen, dass es ein sehr vielschichtiger Beruf.

 







Sehr einfach dargestellt ist der Barista eine Mischung aus einem Sommelier und einem Bartender, eben nur für Kaffee. Das bedeutet, dass wir uns nicht nur mit den reinen Aromen des Kaffees beschäftigen, sondern auch mit der möglichst guten Extraktion der Getränke. Hierzu ist ein fundiertes Wissen über das jeweilige Ursprungsland, die Varietäten, die Röstung, das verwendete Wasser und eben auch Maschinenkunde unerlässlich.

 

Ich persönlich habe als Aushilfe neben der Schule in einer Kaffee-Bar gearbeitet und bin so da hinein gerutscht. Nach dem Abitur habe ich meine Ausbildung zum Fachmann für Systemgastronomie mit Schwerpunkt Barista gemacht, da wie gesagt, der Barista allein kein anerkannter Beruf ist. Ich hatte Glück, damals im richtigen Unternehmen zu arbeiten, da mein Chef mich extrem gefördert und aber auch gefordert hat. Er hat mich dann auch in die Selbständigkeit geführt.

Heute halte ich Schulungen für Profis und Amateure, biete Messepräsentationen, Kaffee-Catering und bin beratend tätig.

 

Als angestellter Barista verdient man meist nicht sehr gut. Deswegen treibt es viele Kollegen mit etwas Reputation in die Selbständigkeit, ohne zu wissen was auf einen zukommt und ohne sich das Thema ganzheitlich zu betrachten. Einige eröffnen ihr eigenes Café oder lassen sich bei der Industrie anstellen, was immer ein Spagat zwischen persönlicher Überzeugung und guter Bezahlung ist.

 

Auch wenn es in Deutschland kein richtiger Beruf ist, gibt es dennoch die Möglichkeit etwas vorzuweisen. Die SCAE bietet das so genannte Coffee Diploma an. Hier erhält man nach bestandener Prüfung ein Zertifikat, welches weltweit anerkannt ist.”