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Jörg Eul

Gebietsverkaufsleiter HoReCa

FUCHS Foodservice GmbH

 

Meine Aufgaben

Ich bin für den indirekten Vertrieb von Gewürzen der Marken UBENA, FUCHS, Würzkönig verantwortlich.

Indirekter Vertrieb bedeutet, dass die Waren ausschließlich über den Handel an den Verwender geliefert werden. Im Prinzip ist man Bindeglied zwischen Handel und Verwender. Auf der einen Seite wird dem Verwender ein Produkt vorgestellt, auf der anderen Seite gilt es, einen intensiven Kontakt zum Vertriebsteam des Handels zu pflegen. Sind neue Produkte bereits beim Handel gelistet, so werden sie dem Vertriebsinnen- und außendienst präsentiert. Sind Produkte nicht gelistet, versucht man durch „Druck“ der Verwender auf den Handel („Ich möchte dieses Produkt haben“) eine Listung zu bekommen. Teilnahme an Hausmessen des Handels gehören ebenfalls zur Aufgabe.







Beim Handel unterscheidet man zwischen Abholmärkten (Cash & Carry, z. B. Metro, Ratio, Handelshof) und Zustellgroßhändlern (z. B. Transgourmet, Chefs Culinar, Servicebund). Wobei auch immer mehr Cash & Carry Händler zusätzlich ausliefern.

 

Mein Werdegang (verkürzt)

Nach dem Abitur eine Ausbildung zum Hotelfachmann, dann Restaurantleitung und stv. Betriebsleitung einer Hausbrauerei. Nach 5 Jahren dort sollte diese schließen und ich habe mich entschieden nochmals die Schulbank zu drücken und habe auf der WIHOGA in Dortmund meinen staatlich geprüften Betriebswirt für Hotellerie und Gastronomie gemacht. Mit Beginn des Studiums wurde der Betrieb jedoch weiter geführt und ich habe weiter in Vollzeit gearbeitet und in Vollzeit studiert. (Nicht zu empfehlen!)

Trainee zum Betriebsleiter bei der Schubert Speisenversorgung. (Catering in Kliniken und Krankenhäusern, damals 10.000 Beschäftigte, 200 Mio Umsatz). Als Trainee fährt man durch Deutschland und besucht verschiedene Einrichtungen und unterstützt die dortige Betriebsleitung. Gerade in Problembetrieben, in denen der Verpflegungsvertrag mit der Klinik zu kündigen drohte, wurde die Zufriedenheit wieder hergestellt. Das lief so gut, dass man mir nach 5 Monaten die zwei größten Häuser in Düsseldorf und Köln als Betriebsleiter übergab. Personalverantwortung für 120 Mitarbeiter, Budgetverantwortung, usw. inklusive.

Da gerade im Care-Catering das Mini-Max-Prinzip gilt, ist diese Position nicht zu empfehlen. Wer gerne am Wochenende frei und humane Arbeitszeiten haben möchte, sollte sich im Business-Catering umschauen.

Nach 2 Jahren entschloss ich mich, zu wechseln und bekam eine Stelle beim Großhandel als Fachberater. Das ist ein nettes Wort für einen Verkäufer, denn im Prinzip ist das nichts anderes als Vertrieb, der allerdings auch gut bezahlt werden kann. Man betreut einen festen Kundenstamm in der Hotellerie, Gastronomie oder in der Gemeinschaftsverpflegung. Akquise von Neukunden ist ebenfalls ein fester Bestandteil der Arbeit. Gemessen und zum Teil entlohnt wird man am Umsatz und an der Handelsspanne.

 

Mein Tipp

Wer eine Stelle bei der Industrie möchte, sollte vorher den Weg über den Handel nehmen. Es erleichtert die Arbeit ungemein, wenn man weiß, wie der Handel funktioniert.