Ausbildereignung

Ausbilder-, AdA- oder AEVO-Schein – die Prüfung zur Feststellung der Ausbildereignung hat viele Namen. AdA steht übrigens für Ausbildung für Ausbilder und AEVO steht für die Ausbildereignungsverordnung.

Nichts desto trotz hat der “Schein” einen hohen Stellenwert. Er ist zum Beispiel verpflichtender Teil der Meisterprüfung und sieht im Portfolio der Zeugnisse gut aus. Nach dem Berufsbildungsgesetz muss rechtlich für jeden Ausbildungsberuf mindestens ein verlässlicher und professioneller Ausbilder mit sowohl beruflichen als auch arbeitspädagogischen Kenntnissen für die Ausbildung der Auszubildenden zur Verfügung stehen. Ansonsten darf der Betrieb keine Auszubildenden beschäftigen. Durch die bestande Prüfung wird diese Eignung offiziell festgestellt.

Die IHK-Bezirksstellen führen die Prüfungen regelmäßig durch. Vorbereitungskurse sind unabhängig und werden von diversen Bildungseinrichtungen, privaten Instituten und/oder auch von den IHK-Stellen selbst angeboten.







 

Zulassungsvoraussetzung

Man muss sich lediglich fristgerecht zur Prüfung bei der IHK anmelden. Weitere Unterlagen oder Zeugnisse werden nicht benötigt.

Man kann nur für den Beruf die Ausbildereignung erwerben, für den man erfolgreich eine anerkannte Ausbildung abgeschlossen hat.

 

Prüfung

Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und aus einem praktischen Teil. Nähere Informationen sind der Verordnung zu entnehmen.

Der schriftliche Teil dauert 180 Minuten und besteht aus Multiple-Choice-Aufgaben zu den Handlungsfeldern:

  1. Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen
  2. Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken
  3. Ausbildung durchführen und
  4. Ausbildung abschließen.

Im praktischen Teil muss eine Ausbildungssituation präsentiert oder mit einem “Mitspieler” durchgeführt werden. Köche könnten zum Beispiel mit jemanden durchspielen, wie man spezielle Schneidetechniken anwenden und erlernen kann. Oder Hotelfachleute können jemanden zeigen, wie man richtig eine Bluse bügelt. Diese Situation muss vorher schriftlich ausgearbeitet und abgegeben werden. Danach erfolgt noch ein Fachgespräch. Insgesamt dauert dieser Teil 30 Minuten.

 

Lehrgänge

Die IHK-Gebühren betragen je nach Standort ca. 170 €.

Zusätzlich kosten die Vorbereitungskurse um die 450 € bis 1.200 € je nach Anbieter. Wie bereits erwähnt, bieten einige IHK-Stellen selbst Vorbereitungskurse an. Auch Ferninstitute haben diese Weiterbildung in ihrem Programm. Es gibt sogar Online-Kurse dazu.

Die Dauer der Kurse ist unterschiedlich. Es gibt Intensivtrainings von 3 bis 10 Tagen oder berufsbegleitend 3 Monate lang.

Wir verzichten an dieser Stelle auf eine detaillierte Auflistung, da das Angebot auf dem Markt sehr umfangreich ist und die Informationen schnell selbst recherchiert werden können. Eine zuverlässige Seite ist wie immer die wis.ihk.de. Oder ein Anruf bei der ortsnahen IHK-Stelle genügt.