Bereich Lehramt

 

(1) Studienrat/-rätin

Viele interessieren sich für eine lehrende Tätigkeit an Berufsschulen oder Weiterbildungsinstitutionen. Zum einen gibt es den regulären Weg über das Lehramtsstudium.

Jedes Bundesland hat seine eigenen Zulassungsvoraussetzungen, Vorgaben zur Fächerkombination und Lehrpläne. Sicherlich werden Abschlüsse gegenseitig anerkannt, jedoch empfiehlt es sich, in dem Bundesland zu studieren, wo man später eine Anstellung anstrebt. Grundsätzlich ist Abitur oder ein gleichwertig anerkannter Abschluss erforderlich zum Studium. Darüber hinaus wird für das Lehramt an beruflichen Schulen eine einschlägige fachspezifische Tätigkeit bis zu einem Jahr vorausgesetzt.







Neben dem beruflichen Fach “Ernährung” muss noch ein zweites berufliches oder allgemeinbildendes Fach (Bestimmungen je nach Bundesland) gewählt werden. Zusätzlich kommt noch das Studium der Erziehungswissenschaften dazu.

Da der Fachbereich Ernährung breit gefächert ist, können Berufsschullehrer/-innen nicht nur bei den Restaurant- oder Hotelfachleuten eingesetzt werden, sondern auch bei der Ausbildung von Metzgern, Fachverkäufern/-innen, Fleischern/-innen, Bäcker/-innen, etc.

Das Studium dauert in der Regel 10 Semester. Dazu kommt noch die Referendiatszeit. Zunächst arbeitet man als angestellte Lehrkraft. Die Verbeamtung ist von mehreren Faktoren abhängig: das Angebot der Schule, Bezirksregierung oder das Alter der Bewerber.

 

UniversitätOrtStudiengang
Technische Universität MünchenMünchenErnährungs- und Hauswirtschaftswissenschaft
Hochschule für angewandte Wissenschaften HamburgHamburgErnährung- und Haushaltswissenschaften
Justus-Liebig-Universität GießenGießenHauswirtschaft / Nahrungsgewerbe
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität HannoverHannoverLebensmittelwissenschaft
Universität und Hochschule OsnabrückOsnabrückOecotrophologie
Technische Universität DresdenDresdenLebensmitteltechnik, Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaften
Universität BonnBonnErnährungs- und Hauswirtschaftswissenschaft
Universität und Hochschule MünsterMünsterErnährungs- und Hauswirtschaftswissenschaft

 

(2) Quereinsteiger

Zum anderen gibt es den Status des/der “Werkstattlehrers/Werkstattlehrerin”. Hierfür ist meist der Meistertitel oder der Abschluss als staatlich geprüfte(r) Betriebswirt/-in und zusätzlich mindestens drei Jahre Berufserfahrung nach der Weiterbildung erforderlich.

Werkstattlehrer/-innen werden ausschließlich im praktischen Unterricht eingesetzt und verdienen etwas weniger als Studienräte. Grundsätzlich kann man auch verbeamtet werden.

Die Chance, eine Anstellung zu bekommen, ist relativ gering, da die Stellen rar sind und selten frei werden. Vakante Stellen werden oft in Fachzeitschriften ausgeschrieben. Informationen bekommt man auch von den Schulen oder von der jeweiligen Bezirksregierung.